Goldpreis Historie - Gold als Geldanlage

Schon immer übte Gold eine besondere Faszination auf die Menschheit aus. Es handelte sich um eines der ersten Metalle, die von Menschen bearbeitet wurden und stellte schon in der Frühzeit einen besonderen Wert dar. Hier erfahren Sie mehr zur Goldpreis Historie.

Seit tausenden von Jahren nutzen Investoren das Edelmetall Gold als Geldanlage und zur Werterhaltung. Aus diesem Grund erwerben Anleger Barren und Münzen aus Gold. Goldmünzen dienten früher nicht nur als Gold-Anlage, sondern wurden auch als Mittel zur Zahlung von Gütern genutzt. So bestand beispielsweise das gesetzliche Zahlungsmittel in Deutschland zwischen den Jahren 1871 bis 1918 aus der Mark, die auch Goldmark genannt wurde. Damals kostete ein Gramm Gold 2,79 Goldmark. Da das Edelmetall Gold sehr beständig ist, eignet es sich auch hervorragend als Zahlungsmittel. Gleichzeitig ist Gold ein sehr seltenes Metall, das sich nicht beliebig herstellen oder vervielfältigen lässt. Daher gelten Gold-Anlagen weltweit als ein wertbeständiges und krisensicheres Investment. Die Goldpreis Historie

Im Jahr 1844 wurde von der Bank of England der Goldstandard eingeführt. Unter dem Goldstandard verstehen die Finanzfachleute weltweit, dass eine per Gesetz festgelegten Menge an Gold einer Währungseinheit entspricht. Die entsprechende Goldmenge wird als Gewicht angegeben, entweder in Gramm oder Unzen. Durch die Einführung des Goldstandards wurden Währungssysteme von internationaler Gültigkeit geschaffen, die zwar mit Papiergeld handelten, dass wiederum durch Gold gestützt wurde. Die weltweiten Notenbanken garantierten den Bürgern der Staaten, jede einzelne Banknote zum festgelegten Wechselkurs wieder in physisches Gold einzutauschen. Durch den Goldstandard durften die Regierungen der Wirtschaftsstaaten nicht mehr Papiergeld in Umlauf bringen beziehungsweise Münzen prägen, als auch durch die Goldreserve gedeckt war. Dadurch herrschten stabile Preise für Konsumgüter, es bestand Vollbeschäftigung und es gab keine Inflation.

Der internationale Goldstandard galt zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg. Während des Krieges und den Wirtschaftskrisen (ab 1929) entschieden immer mehr Staaten, den bewährten Goldstandard wieder abzuschaffen und durch Wechselkurse zu ersetzen. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs tagten in dem kleinen Ort Bretton Woods im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire die Finanzminister der Siegermächte. Unter den Weltkriegen hatten viele Staaten finanziell so sehr gelitten, dass ein neues Währungsystem gefunden werden musste.

Goldpreis Historie

Das neue Währungssystem wurde Bretton Woods-Abkommen gennant und besagte, dass der US-Dollar zur internationalen Leitwährung erklärt wurde, die mit Gold hinterlegt war. Zum Zeitpunkt der Einführung waren ungefähr 70 Prozent aller Goldreserven, die weltweit existierten, in den USA eingelagert. Die Berechnungsgrundlage wurde wie folgt festgelegt: eine Unze Gold entspricht einem Wert von 35,00 US-Dollar. Die Unze hat ein Gewicht von 31,10 Gramm. Nachdem sich im Bretton-Woods-Abkommen in den folgenden Jahren erhebliche Nachteile für die Weltwirtschaft zeigten, kündigte der damalige amerikanische Präsident Richard Nixon im Jahr 1971 überraschend die Goldbindung des US-Dollars, man sprach damals auch von dem "Nixonschock". Die Folge dieser Kündigung war, dass die festen Wechselkurse für Devisen wegfielen. Die Kurse wurden ab diesem Zeitpunkt zwangsläufig frei am Markt bestimmt.

Inflationsbereinigte Gold Historie, realer Goldpreis

Der Goldpreis legte zwischen 2001 und 2009 in allen wichtigen Währungen mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate im zweistelligen Prozentbereich zu. Von Anfang 2010 bis Ende 2011 stieg der Goldpreis in US- Dollar um weitere 40 Prozent. Der US-Dollar wurde ähnlich wie andere Währungen dieser Welt, gegenüber Gold um mehr als 80 Prozent abgewertet. Sehen Sie: Im Jahr 2001 bekam man noch sieben Unzen Gold für 1.750,00 US-Dollar, im Oktober 2012 erhielt man nur noch eine Unze Gold für den gleichen Betrag.

Geld ist nichts anderes als auf Papier gedruckte Zahlen

Private Anleger investieren in Gold, weil sie auf steigende Goldkurse spekulieren, von denen sie dann profitieren. Manche Anleger erwerben Gold zur eigenen Absicherung und zum Werterhalt des bestehenden Kapitals. Eine große Rolle spielt dabei, dass die Anleger Angst vor Wertverkust durch Inflation oder Deflation haben.

Ein Hauptmotiv des Sparens besteht darin, momentan auf jeglichen Konsum zu verzichten, um sich zu einem späteren Zeitpunkt mehr erlauben zu können. Diese Aufbewahrungsfunktion jedes Geldes erfüllen Währungen nicht mehr zuverlässig. Immer wieder kommt es zu Währungskrisen und auch Währungsreformen, die eine starke bis totale Geldentwertung nach sich ziehen.

Papiergeld: Es klingt wie in einem schlechten Krimi und doch ist es die traurige Wahrheit: Ihr Geld ist nichts wert. Tatsächlich, im wahrsten Sinne des Wortes, gar nichts. Es ist fast unglaublich aber leider eine Tatsache, die Bürger in anderen Staaten bereits bitter zu spüren bekam. Unser Geld ist tatsächlich nichts andres als ein Konstrukt, nur auf Papier gedruckte Zahlen, dass als Zahlungsmittel eigentlich nur durch das Vertrauen in staatliche Institutionen und Zentralbanken überhaupt existiert. Eine unglaubliche Tatsache, die uns allen die Schweißperlen auf die Stirn treiben kann.

Gold Chart

Wer Geld spart, sollte es besser und sicherer in Gold anlegen (siehe Grafik), dann besteht zumindest ein reeler Gegenwert und nicht nur das gedruckte Papier, dass, unaufhörlich weiter gedruckt wird und nur durch Gutwill irgendeinen Wert darstellt, den es leider nicht hat.

Ganz anders sieht es bei einer Goldanlage aus, denn diese besteht nicht nur aus der Hoffnung, hierfür in der Zukunft noch etwas dafür kaufen zu können, sondern stellt bereits zum heutigen Zeitpunkt einen physischen Wert dar. Daher ermöglicht eine Kapitalanlage in Gold die Verfügbarkeit des angelegten Geldes nereits heute.

Die Goldpreis Historie