EU Entwurf zum Goldverbot - anonym kaufen

EU Goldverbot - anonym kaufen

Die Sorge um ein kommendes EU Goldverbot wächst bei den Anlegern. Warum es so ist, zeigt uns die Vergangenheit und ein drastischer Gesetzesentwurf. Um sich bei wirtschaftlichen Krisen schnell zu behelfen, greifen Regierungen oft zu drastischen Mitteln. Die Abwertung des Euro und die voranschreitende Inflation sind Mittel, die wir bereits bestens kennen. In Vergangenheit kam es bereits zu Konfiszierungen. Unternehmen und Privatvermögen eingezogen. War die Wirtschaft eines Landes so sehr ins Straucheln geraten, kam es sogar zu Goldverboten. Die bekannteste Umsetzung dieses Verbots wurde in den USA der dreißiger Jahre während der großen Depression unter Regierung von Präsident Roosevelt erlassen.

Bisher war ein Goldverbot innerhalb der Europäischen Union unvorstellbar. Doch die Sorge vieler Anleger wächst. Die Entwicklung in Indien, dessen Bevölkerung seit Monaten Angst vor Gold-Konfiszierungen hat, ist auch für EU-Anleger besorgniserregend. Denn wer möchte schon sein erworbenes Gold freiwillig an den Staat ausliefern, welcher seine eigene Wirtschaft gegen die Wand gefahren hat und sich nun an seinen Bürgern bereichert? Die EU hat Pläne, die aufhorchen lassen sollten. Denn bereits in der Vergangenheit sprachen Staaten aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen Goldverbote aus.

Die große Depression

Im Oktober 1929 gab es einen schwarzen Donnerstag. Der folgenreichste Börsencrash der Geschichte führte die USA an diesem Tag in die "große Depression". Millionen Menschen verloren aufgrund der folgenden wirtschaftlichen Krise ihre Arbeit, ihr Heim und mussten Hunger leiden. Die USA kam in den nächsten Jahren nicht aus der ökonomischen Misere heraus und so führte Präsident Franklin D. Roosevelt im April 1933 umfassende Reformen ein. Nachdem sein Kongress den Allgemeinen Notstand ausrief, welcher zur sofortigen Umsetzung von Gesetzen verfügt, erklärte Roosevelt einen Monat später das Gold-Konfiszierungsgesetz.

Zu Zeiten des Goldstandard erklärte die Anordnung, dass jeder Besitz von Gold schnellstmöglich abzugeben war. Die Amerikaner (in den 1960ern unter Präsident Eisenhower auch wenn sie im Ausland lebten) wurden per Erlass gezwungen, zu eine, niedrig angestzten Preis, ihre Goldbestände an die Federal Reserve Bank zu verkaufen. Behalten durften Sie lediglich Schmuck, Sammlermünzen sowie Goldmünzen bis zu einem Maximalwert von 100 US-Dollar.

Das Gesetz brachte Roosevelts Regierung 500 Tonnen Gold ein. Doch dabei handelte es sich nur um ein einen Bruchteil, denn viele Amis leisteten dem Gesetz nicht Folge und brachten ihr Gold ins Ausland, (etwa die Schweiz). Schätzungen zufolge, wurden nur ca. 30 Prozent der Goldbestände abgegeben. Daher ordnete der Staat weitere Verschärfungen an. Das dabei "erbeutete" Gold wurde entschädigungslos konfisziert und dem Besitzer drohten für seine Gesetzesübertretung zehn Jahre Haft und/oder 10.000 US-Dollar Strafe. Etwa neun Monate nach der rigorosen Konfiszierung wurde der Goldpreis auf $35 pro Unze erhöht. Das Papier-Geld, welches die Bürger für ihr Gold erhielten, wurde um 40 Prozent abgewertet. Das Goldverbot und der Goldstandard blieben bis in die siebziger Jahre erhalten.

Andere Staaten folgten

Auch Großbritannien und Australien erließen Goldverbote, um ihre marode Wirtschaft wieder voranzutreiben. 1959 verbot die australische Regierung nach dem Beispiel der USA den Besitz, Erwerb und Verkauf von Gold. Ausgenommen waren erneut die Sammlermünzen. Bis 1976 blieb das Gesetz erhalten. 1966 beschloss auch Großbritannien, im Zuge seiner Reformen, das Verbot von privatem Goldbesitz. Dreizehn Jahre später wurde der private Handel wieder erlaubt. Auch Deutschland (1923-1955), Frankreich (1936-1937) und Indien (1963-1990) zwangen ihren Bevölkerungen ein Goldverbot auf.

Im Sozialismus verboten

In sozialistischen oder totalitären Diktaturen war der private Goldbesitz undenkbar. Der Staat entschie, was dem Bürger gut tut und wie viel Freiheit er besitzen soll. Gold, Symbol der finanziellen Unabhängigkeit vom Staat, gehörte nicht dazu. Ob Italien unter Mussolini, Nazideutschland, die Tschechei in ihrer gesamten Dauer, Russland in Zeiten Stalins oder China unter der gewaltsamen Führung von Mao Tse Tung. Keinem Bürger dieser Epochen war es erlaubt, selbst über den Besitz von Gold, geschweige denn eines Profitierens zum Wohlstand, zu entscheiden. In China musste man sogar bis 2003 warten, um wieder privat Gold besitzen zu dürfen. Seitdem erlebt China einen stetig wachsenden Gold-Boom. Weitere Beispiele sind der Iraq unter Saddam Hussein und Kuba unter Fidel Castro. Da stellt sich doch die Frage: Wie hann man das Goldverbot umgehen? Gold anonym kaufen.

Aber warum Gold anonym kaufen?

Damals galt für viele Staaten der sog. Goldstandard. Dieser besagt, dass die im Umlauf befindliche Geldmenge im gleichen Verhältnis zum Gold stehen muß. Der Goldpreis war somit fest gebunden. Befindet sich ein Staat in einer Wirtschafts- und Währungskrise, sind die eigenen Devisen immer weniger wert. Wenn der Bürger dies bemerkt, gibt er sein Geld nicht mehr für Konsumgüter aus sondern investiert in Edelmetalle. Somit steigt der Wert des Goldes imaginär. Staat und Bürger wissen, Gold hat im Gegensatz zu Devisen einen reellen Wert, der auf dem Weltmarkt berechenbar und handelbar ist. Ein übermäßiges Horten von Gold kann also nationale Finanzsysteme gefährden.

Beschlagnahmt der Staat wiederum das im Umlauf befindliche Gold, entschädigt er den Inhaber mit einem Tauschwert, dessen Geldsystem bereits verschuldet ist und weniger Wert als vor der Krise hat. Das Gold hingegen ist schuldenfrei und erlaubt dem Staat eine neue Geldstrategie, wenn er das Gold wieder gewinnbringend auf den Markt bringt.

Goldverbot innerhalb der Europäischen Union?

Kann es zum EU Goldverbot kommen? Es ist nur schwer vorstellbar, das EU Goldverbot!. Die Umsatzsteuer bei Gold wurde zur Förderung des Handels abgeschafft. Der Goldmarkt ist handelsfreundlich. Die UDA und Deutscland halten die weltweit größten Goldanteile. Jedoch muss es gar nicht zu einem direkten EU Goldverbot kommen, um sein Gold zu verlieren.

Nach China und Indien kam jedoch auch der Vorschlag zur Konfiszierung von Gold aus der EU, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die Umstände dazu liegen jedoch ganz anders. Die EU schlug nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin vor, bei jedem, der im Verdacht steht, ein Terrorist zu sein, oder mit Terrorismus in Verbindung stehen könnte, die Bargeld- und Edelmetallkontrollen zu verschärfen und Gold sowie Wertpapiere zu konfiszieren. Die Vorschläge der Kommission ergänzen und stärken den Rechtsrahmen der EU in Bezug auf Geldwäsche, illegale Geldtransfers sowie die Sicherstellung und Einziehung von Vermögenswerten.

Der Zoll hat die Befugnis, den Hintergrund von Bargeld und Prepaid-Karten zu überprüfen, auch per Post oder Frachtgut eingeführte. Ebenso sollen bei persönlicher Einfuhr in die EU Bargeld und Edelmetall konfisziert werden. Transaktionen durch Prepaid-Karten mit einem Wert von über 150 Euro sollen erst nach der Identifizierung des Nutzers erlaubt sein. Alle Vorschläge sollen unabhängig der jeweiligen Staatangehörigkeit gelten.

Man argumentiert damit die Anschläge der letzten beiden Jahre mit einem geringen Budget verübt worden sind. Dies kann aber auch als Rechtfertigung ausgelegt werden, um erlaubte Mengen an Bargeld und Gold generell zu mindern.

Es kann jeden treffen - auch Sie!

Persönlicher Besitz kann nach Inkraftreten des Gesetzes willkürlich nur aus einem Verdacht heraus enteignet werden. Denn im kompletten Gesetzesentwurf ist nirgens erläutert wie das direkte Eindringen ins Privatvermögen, die Identifizierung eines Terrorverdächtigen vereinfacht, ihr hilft oder diesen überführt. Auch ist gar nicht erklärt, wie solche Maßnahmen einen Anschlag verhindern oder zumindest erschweren sollen. Uns ist allen klar, dass ein Terrorist, der über Terrorzellen finanziert wird, ein Anschlag nicht mehr gelingen soll nur weil ihm ein paar tausend Euro abgenommen wurden, eher ein Märchen ist, aber von der EU leider ernst genommen wird.

Unschuldige EU-Bürger werden dem Risiko ausgesetzt durch allgemeine Anschuldigungen ihren Besitz zu verlieren und unter Terrorverdacht gestellt zu werden. Der Besitz von Währungen aus Papier, Edelmetallen, Bitcoins oder Prepaid-Karten kann nach einem Auslandsurlaub willkürlich als illegal entschieden und vom Staat entzogen werden.

Goldverbot und Konfiszierung

EU-Regierungen sind sich einig

Keiner der 28 EU-Mitgliedsstaaten hat Bedenken an diesem Vorhaben aus Sicht eines normalen Bürgers. Denn alle EU-Staaten haben dem Entwurf bereits zugestimmt! Er muss vom EU-Parlament lediglich noch abgesegnet werden. "Zukünftig werden alle EU Länder die Konfiszierung von Werten und das Einfrieren von Konten in allen EU-Ländern anerkennen", so Vera Jourova vom EU-Justizkommissariat, die am Entwurf mitgearbeitet hat.

Auch wenn das EU-Goldverbot unwahrscheinlich ist, dieser Entwurf öffnet den Regierungen neue ungeahnte Möglichkeiten selbst über geringe Vermögenswerte seiner Bürger zu verfügen. Und dass im demokratischen Europa des 21. Jahrhunderts.


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